Verkehrsstrafrecht

Kompetente Beratung und Vertretung im Bereich Verkehrsstrafrecht in Hamburg.

Verkehrsstrafrecht — Anwalt für Verkehrsrecht Hamburg

Verkehrsstrafrecht: Ein umfassender Überblick

Das Verkehrsstrafrecht umfasst alle strafrechtlichen Vorschriften, die sich mit dem Verhalten im Straßenverkehr befassen. Es regelt nicht nur die Pflichten von Verkehrsteilnehmern, sondern auch die Sanktionen bei Verstößen. Zu den zentralen Gesetzen zählen das Strafgesetzbuch (StGB) und das Straßenverkehrsgesetz (StVG). In diesem Artikel geben wir einen detaillierten Überblick über die häufigsten Verkehrsstraftaten und deren Rechtsfolgen sowie über das Verfahren nach einem Vorfall.

Welche Strafen drohen bei Verkehrsstrafrecht?

Die Strafen im Verkehrsstrafrecht können von Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen reichen. Die häufigsten Verkehrsstraftaten und die damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen sind:

  • Trunkenheit am Steuer (§ 316 StGB): Bei einem Blutalkoholgehalt (BAK) von 0,5 ‰ oder mehr drohen Geldstrafen von bis zu 1.500 € und bis zu 3 Punkten in Flensburg. Ab 1,1 ‰ ist eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren möglich.
  • Fahrerflucht (§ 142 StGB): Wer nach einem Unfall den Unfallort verlässt, ohne die Personalien auszutauschen, muss mit Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren rechnen.
  • Nötigung im Straßenverkehr (§ 240 StGB): Wer andere Verkehrsteilnehmer vorsätzlich behindert oder gefährdet, kann mit einer Geldstrafe oder bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden.
  • Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c StGB): Bei grob verkehrswidrigem Verhalten, das zu einer Gefährdung führt, drohen Geldstrafen und bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe.

Häufige Fälle aus unserer Hamburger Praxis

In unserer Kanzlei erleben wir regelmäßig verschiedene Verkehrsstraftaten, die typischerweise folgende Mandantensituationen betreffen:

  1. Trunkenheitsfahrten: Mandanten, die nach einem geselligen Abend mit Freunden in eine Verkehrskontrolle geraten sind und nun mit einem Bußgeld und einem Fahrverbot rechnen müssen.
  2. Unfallflucht: Autofahrer, die bei einem kleinen Parkrempler die Nerven verlieren und einfach weiterfahren, ohne sich um den Schaden zu kümmern.
  3. Nötigen von Radfahrern: Pkw-Fahrer, die meinen, Radfahrer durch dichtes Überholen zum Abdrängen zwingen zu müssen, und damit eine Anzeige riskieren.

Ihre Rechte als Betroffener

Betroffene von Verkehrsstraftaten haben das Recht auf eine faire Behandlung und die Möglichkeit, sich rechtlich zu verteidigen. Nach einem Vorfall sollten folgende Schritte unternommen werden:

  • Ruhe bewahren und den Vorfall dokumentieren, soweit möglich.
  • Die Polizei nicht unnötig provozieren und die eigenen Rechte sachlich einfordern.
  • Einen Anwalt für Verkehrsrecht konsultieren, um die besten Verteidigungsstrategien zu besprechen.

Einspruch gegen den Bescheid: Wann lohnt es sich?

Ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid oder eine Anklage kann in vielen Fällen sinnvoll sein. Voraussetzungen für einen Einspruch sind:

  • Die Überzeugung, dass der Vorwurf unbegründet ist.
  • Das Vorliegen von Beweisen, die die eigene Unschuld belegen.
  • Ein verhältnismäßig geringes Bußgeld, das den Aufwand für einen Einspruch rechtfertigt.

Fristen für den Einspruch betragen in der Regel zwei Wochen nach Erhalt des Bescheids.

Was passiert nach einem Vorfall?

Nach einem Verkehrsunfall oder einer Verkehrsordnungswidrigkeit wird häufig ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Ablauf sieht typischerweise folgendermaßen aus:

  1. Erhalt einer Anhörung oder eines Bußgeldbescheids.
  2. Möglichkeit zur Stellungnahme oder Einspruch binnen festgelegter Frist.
  3. Gegebenenfalls Gerichtsverhandlung, in der Beweise und Zeugen angehört werden.

Tipps für Verkehrsteilnehmer in Hamburg

In Hamburg gibt es einige spezifische Besonderheiten, die Autofahrer beachten sollten. Zu den lokalen Brennpunkten gehören unter anderem:

  • Der Kiez und die Reeperbahn, wo häufig Alkoholkontrollen stattfinden.
  • Belastete Straßen wie die Alsterchaussee, wo es oft zu Unfällen kommt.

Tipps für Verkehrsteilnehmer: Vermeiden Sie das Fahren nach dem Konsum von Alkohol oder Drogen, bleiben Sie stets wachsam und respektieren Sie die Verkehrsregeln, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Wenn Sie in einen Verkehrsunfall verwickelt sind oder mit einer Verkehrsstrafe konfrontiert werden, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unsere erfahrenen Anwälte stehen Ihnen zur Seite und unterstützen Sie in allen rechtlichen Belangen.

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